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Apr 04

Heiße Hüpfer, flotte Bienen und der eine oder andere Mord

In Philippe Bertrands Insektenkrimi “Patacloc – Das Geheimnis von Berlin” wir auch nach dem Untergang der Menschheit an der Spree weiter intrigiert.

Niemand soll sagen, dass es nach dem Untergang der Menschheit besser wird. Wird es nämlich nicht, zeigt Philippe Bertrand. Auch nachdem die Menschen sich dank Klimawandel und großem Kladderadatsch selbst ausgelöscht haben, wir in Berlin immer noch intrigiert wie zu Zeiten des Deutschen Bundestages. Schuld sind – genau – die Insekten. Diese bevölkern, seitdem sie auf Menschengröße angewachsen sind, die Ruinen der menschlichen Zivilisation, genießen das warme Klima und fahren mit den übriggebliebenen Autos über die schlaglochübersäten Straßen der einstigen deutschen Hauptstadt.

Natürlich ist in dieser Insektenwelt nicht alles eitel Sonnenschein. Als die junge Mücke Jeremias Patacloc aus Paris nach Berlin kommt, um an der Humboldt-Universität seine neue Stelle als Assistent in Humanwissenschaften anzutreten, findet er seinen Chef Professor Pluto ermordet auf. Als Ausländer erstmal unter Verdacht, macht sich Patacloc daran, zusammen mit ein paar Freunden den Fall aufzuklären und stolpert mitten in eine Verschwörung wahnsinniger Insekten, die jede Erinnerung an die Menschen ausrotten wollen. Es folgen Ermittlungen, Intrigen, eine Liebesaffäre und noch einige weitere Morde, bis die Verwicklungen alle aufgeklärt sind. Soweit, sowenig überraschend. Doch da Bertrand seine Insekten liebenswert schrullig zeichnet, entwickelt sich die eher konventionelle Geschichte sehr lebendig und liest sich relativ schnell und mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

“Patacloc – Das Geheimnis von Berlin” ist ein hochamüsanter Insekten-Krimi, dem man das etwas konventionelle Strickmuster gerne verzeiht. Ich empfehle das Buch als kurzen, lockeren Happen für zwischendurch.

Phillippe Bertrand, Patacloc – Das Geheimnis von Berlin, Jacoby & Stuart, 142 Seiten, € 11,50

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